Máxima gegen Yanacocha

Da die Goldvorkommnisse in der Yanacocha-Mine bald ausgeschöpft sind, sucht das Bergbauunternehmen Minera Yanacocha S.R.L. nach neuen Projekten in der Region.

Bereits 2011 kommt es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen dem Minenunternehmen und der Familie Acuña de Chaupe: Als die Familie der Aufforderung nicht nachkommt, ihr rechtmässiges Land zu verlassen, zerstören Sicherheitskräfte des Unternehmens Eigentum der Familie. Diese Vorfälle wiederholen sich mehrmals, zudem gehen Sicherheitskräfte des Unternehmens und die Nationale Polizei gewaltsam gegen die Familie vor. 2011 verklagt Yanacocha die Familie Chaupe wegen Landraubes. Mangels Beweisen gegen Máxima und ihre Angehörigen werden sie freigesprochen.

Dennoch dauern die Schikanen, Drohungen und gewaltsamen Übergriffe auf die Mitglieder der Familie Chaupe bis heute an – obschon das Projekt Conga offiziell vom Mutterunternehmen Newmont Mining storniert wurde. So hat das Minenunternehmen z.B. im Februar 2017 erneut die Felder der Familie zerstört.

Und damit nicht genug: Yanacocha hat Rekurs gegen den Gerichtsentscheid von 2014 eingereicht, welcher die Familie Chaupe freigesprochen hat. Mitte März 2017 entschied das Obergericht, den Fall nochmals anzuschauen. Am 3. Mai soll das Urteil gefällt werden.

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Tatort Cajamarca

In Peru steht die grösste Goldmine Südamerikas: Yanacocha. Wiederholt ist es rund um diese Mine zu Menschenrechtsverletzungen gekommen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Todesfällen Kenntnis. Das Bergbauunternehmen Minera Yanacocha S.R.L. schüchtert seit Jahren die Bevölkerung ein – und diese leidet trotz Goldrausch unter erbärmlicher Armut. Zusammen mit der lokalen Menschenrechtsorganisation GRUFIDES hat die GfbV in einem 30-seitigen Bericht die zahlreichen Missstände rund um die Bergbautätigkeiten in der Region Cajamarca detailliert dokumentiert. Es ist der bislang umfassendste Bericht über die Aktivitäten im Norden Perus.

Die Schweiz ist eine wichtige Abnehmerin des peruanischen Goldes: Rund 21.5 Tonnen – 71% der gesamten Goldproduktion von Yanacocha – fanden letztes Jahr den Weg nach Balerna (TI), zur Valcambi SA. Laut UNO-Leitlinien und anderen internationalen Abkommen müsste Valcambi garantieren, dass das Gold aus einer sozial und ökologisch verträglichen Produktion stammt. Doch obwohl die Menschenrechtsverletzungen seit Jahren bekannt sind, importiert Valcambi nach wie vor Gold von Yanacocha S.R.L.

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